COVID-19

Stand vom 04.04.2020, 21:30 Uhr

Die COVID-19-Pandemie hat inzwischen umfangreiche Auswirkungen auf viele unserer Lebensbereiche. Hier geben wir euch einen Überblick über die bisher bekannten Folgen für die Leipziger Medizinstudierenden.

Seit dem 17. März tagt regelmäßig eine Taskforce bestehend aus Vertreter:innen des Uniklinikums, der Medizinischen Fakultät und des StuRaMed. Wir informieren euch an dieser Stelle über das weitere Vorgehen und die getroffenen Entscheidungen.

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hat Stellungnahmen zu den Empfehlungen der bvmd zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie an den Medizinischen Fakultäten und in der Versorgung sowie zu den Einschränkungen von Studium und Staatsexamina veröffentlicht sowie eine Info-Website bereitgestellt.

Sommersemester 2020

Präsenzzeiten beginnen, soweit jetzt planbar, ab 4. Mai 2020. Der offizielle Semesterstart bleibt der 6. April 2020.

Bis zum regulären Start müssen von den Lehrenden digitale Formate zur Durchführung von Lehrveranstaltungen gefunden werden. Weitere Entscheidungen treffen die Studiendekane zeitnah gemeinsam mit dem Prorektor Bildung und Internationales. Informationen hierzu folgen.

Sämtliche Kurse und Veranstaltungen folgender Einrichtungen werden nicht mehr angeboten: Sprachenzentrum der Universität Leipzig, Zentrum für Hochschulsport, Seniorenkolleg und Kinderuni.

Offizielle Informationen der Universität Leipzig

Das Sommersemester beginnt formal am 06.04.2020. Die Präsenzzeiten starten aber nicht vor dem 04.05.2020. Es wird versucht, den Präsenzunterricht wo möglich durch digitale Lehre zu ersetzen.

Für das Semester ohne Präsenzveranstaltungen müssen keine Anwesenheitsnachweise erbracht werden. Abgesehen von Live-Webkonferenzen, bspw. am Ende einer UaK-Woche, werden die Lehrinhalte flexibel abrufbar sein. Nach aktueller Planung soll sich die Lehre, auch zeitlich, so nah wie möglich am regulären Stundenplan orientieren.

Das Referat Lehre bittet darum, von persönlicher Kontaktaufnahme abzusehen, das Einreichen von Dokumenten soll postalisch erfolgen.

Die Informationen werden fortlaufend ergänzt. Alle Angaben ohne Gewähr.

Vorklinik

Klinik

Aufgrund der aktuellen Lage und gemäß den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum Coronavirus (SARS-CoV-2) sind alle Standorte der Universitätsbibliothek Leipzig bis auf Weiteres geschlossen.

Zum Betrieb des Studentwenwerks Leipzig gibt es folgenden aktuellen Stand:

  • Mensen und Cafeterien: geschlossen

  • Kindergarten und Kinderladen: keine Kinderbetreuung, ausgenommen Notbetreuung

  • BAföG-Amt: eingeschränkter Normalbetrieb; keine persönlichen Sprechzeiten, aber Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail

  • Studentenwohnheime: eingeschränkter Normalbetrieb; keine persönlichen Sprechzeiten, aber Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail; Gemeinschaftsräume und Klubs geschlossen; Kontroll- und Prüfbegehungen von Wohneinheiten verschoben; Kundenkontakt bei Neumietern und Auszügen, aber persönlicher Kontakt reduziert auf das geringstmögliche Maß

  • Beratungs-/Vermittlungsangebote Soziale Dienste: eingeschränkter Normalbetrieb; telefonische oder Mailberatung statt persönlicher Beratung

  • Studenten Service Zentrum (SSZ): geschlossen

  • Hauptverwaltung: Normalbetrieb

  • Veranstaltungen: abgesagt (zum Beispiel Studieninformationstage, Internationales Cafe)

Offizielle Informationen des Studentenwerks Leipzig

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat gegenüber den für den BAföG-Vollzug zuständigen Bundesländern und ihren Ausbildungsförderungsämtern klargestellt, dass das BAföG in pandemiebedingten Fallkonstellationen weiterzuzahlen ist. Studierende, Schülerinnen und Schüler, die auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) angewiesen sind, sollen keine finanziellen Nachteile erleiden, wenn Ihre Ausbildungsstätte wegen der COVID-19-Pandemie vorübergehend geschlossen oder der Semesterbeginn verschoben wird.

Mehr Informationen

Prüfungen, Pflegepraktikum, Famulatur, PJ

M2 im April

Das Landesprüfungsamt hat am 31. März mitgeteilt:

„[…] Um Planungssicherheit für die Prüfungsorganisation zu gewährleisten, bitten wir Sie bis zum Donnerstag, den 2. April 2020, 24.00 Uhr um Mitteilung, wenn Sie sich der Prüfung nicht im April 2020, sondern erst im April 2021 unterziehen wollen und daher Ihr aktueller Antrag auf Zulassung zur M2-Prüfung bis zum Frühjahr 2021 zurückgestellt werden soll. Das geht ohne Begründung und per E-Mail an: lpadresden@lds.sachsen.de

Nach erfolgter Mitteilung geht Ihnen ein Schreiben zu, in dem Ihre Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bestätigt wird.

Die Kandidat*innen, die an der Prüfung teilnehmen wollen und einen Antrag auf Zulassung gestellt haben, erhalten mit Datum vom 6. April 2020 eine Ladung zur M2-Prüfung an den Prüfungsorten in Leipzig und Dresden für den 15. – 17. April 2020. […]“

Weitere Informationen zum bevorstehenden Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2-Prüfung)

Verschiebbare Prüfungen, die im Verantwortungsbereich der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig liegen, werden bis mindestens Mitte Mai verschoben. Weitere Informationen zu Prüfungsterminen werden, sobald möglich, im Studierendenportal veröffentlicht.

Gemäß der Entscheidung der Universität finden Prüfungen frühestens ab dem 18. Mai statt. Wir stellen uns jedoch auf ein Semester ohne Präsenzveranstaltungen und Prüfungen am Semesterende ein. An konkreten Formaten wird derzeit gearbeitet.

Die Wiederholungsprüfung im Fach Gynäkologie des 7. Fachsemesters am 02.04.2020 wird bis auf Weiteres verschoben.

Die OSCE-Prüfung zum Untersuchungskurs des 5. Fachsemesters vom 01.04. – 03.04.2020 in der LernKlinik wird bis auf Weiteres verschoben. (vgl. Studierendenportal)

Pflegepraktika und Famulaturen werden bis einschließlich 03.05.2020 anerkannt, auch wenn auch im April schon Online-Lehrveranstaltungen beginnen. Osterfeiertage müssen nicht nachgearbeitet werden.

Informationen folgen

Wie könnt ihr helfen?

Die bvmd und die Initiative Medis vs. COVID-19 haben das Portal match4healtcare entwickelt. Dort könnt ihr euch als Helfer:in registrieren und werdet dann automatisch mit Gesundheitseinrichtungen (Krankenhäuser, Praxen usw.), die Unterstützung brauchen, vernetzt.

​Ab sofort könnt ihr euch beim Uniklinikum mit Angaben zu euren medizinischen Vorkenntnissen und verfügbaren Zeitkapazitäten als freiwillige Helfer*innen melden und werdet sobald Bedarf besteht, eingeteilt.

Die Registrierung verpflichtet euch erstmal zu keiner Tätigkeit, das UKL kommt dann aber bei Bedarf auf euch zurück. Jede freiwillige Tätigkeit ist in dem Rahmen über die Haftpflichtversicherung des UKL abgesichert.

Mehr Informationen

Das Deutsche Rote Kreuz macht sich Sorgen um die Versorgung mit Blutprodukten, da die Blutspenden zurückgegangen sind. Wenn es für euch also gesundheitlich und zeitlich möglich ist, geht blutspenden.

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD) koordiniert Freiwilligenmeldungen für Gesundheitsämter in Deutschland.

Im Formular soll die Postleitzahl des Ortes angeben werden, indem man gern aushelfen möchte. Kurz danach kommt dann eine Email von einem Gesundheitsamt. Einen Vertrag bekommst man immer und an den meisten Gesundheitsämtern auch eine Aufwandsentschädigung. In Kürze wird es auch ein Einführungswebinar für alle Hilfsbereiten geben.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung sucht Unterstützung durch Medizinstudierende bei der Telefonhotline 116117, um dort die COVID-19-Beratung abdecken zu können.

Mehr Informationen unter: vitagroup.ag/116117

Die Stiftung Ecken wecken vermittelt Einkaufshilfen im Leipziger Westen für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen die Wohnung nicht verlassen können oder in sogenannten „systemrelevanten“ Berufen tätig sind.

Mehr Informationen unter: stiftung-ecken-wecken.de/corona-support

Häufig gestellte Fragen

Lehrveranstaltungen (allgemein)

Der offizielle Semsterstart mit Lehrveranstaltungen bleibt weiterhin der 06.04.2020. Die Präsenzveranstaltungen beginnen frühestens am 04.05.2020. Stand jetzt gehen wir davon aus, dass das gesamte Sommersemester online abgehalten wird.

Bisher wird der Ablauf des Semesters so geplant, dass sich das Ende der Lehrveranstaltungen nicht weiter nach hinten verschiebt. In der anschließenden vorlesungsfreien Zeit sollen höchstens und falls möglich ausgefallene Veranstaltungen nachgeholt werden.

Die Anwesenheit bei Online-Veranstaltungen wird (schon allein aus technischen Gründen) nicht kontrolliert werden. Es gibt folglich keine Anwesenheitspflicht.

Bestimmte Lehrveranstaltungen (Videochats etc.) werden entsprechend des Stundenplans angeboten, alle anderen Aufzeichnungen sollen zeitlich unabhängig abrufbar sein. Für Videochats werden Informationen über die Uni-Email weitergeleitet.

Ein separater Stundenplan für die Online-Veranstaltungen ist momentan nicht geplant. Über Anwesenheitsveranstaltungen werdet ihr von den jeweiligen Lehrenden/Instituten per Unimail informiert.

Nein, es soll möglich sein, die Regelstudienzeit einzuhalten.

Die Lehrenden der einzelnen Fächer stellen E-Learning-Formate zu den UaK-Inhalten bereit und organisieren ggf. Videochats. Der Zugriff auf die digitalen Inhalte der UaKs ist zeitlich unbefristet möglich.

Eventuell wird es eine geringere Auswahl an Wahlfächern geben. Das Institut für Anatomie möchte im Bezug auf die Anerkennung von Wahlfächer Scheine ausstellen.

Wahrscheinlich gibt es Nachweise in Form von Hausarbeiten o.ä., d.h. kein Abstempeln beim Referat Lehre.

Eine Teilnahme ist ist möglich, allerdings wird noch geklärt, ob sie auch anerkannt wird.

Das „Vorarbeiten“ von Kursen aus höheren Semestern wird voraussichtlich nicht möglich sein. Ausnahmen in Härtefallen o.ä. sind denkbar.

Lehrveranstaltungen (fachspezifisch)

Der Präparierkurs soll in diesem Semester videobasiert stattfinden. Sofern es die Umstände erlauben, plant die Anatomie in den nächsten Semesterferien mit Interessierten einen richtigen Präparierkurs nachzuholen. Aktuell sind viele verschiedene eBooks kostenfrei zugänglich, darunter Duale Reihe Anatomie über eRef, Sobotta etc.

Voraussichtlich wird es dafür E-Learning-Formate geben.

Im Laufe des Semesters sollen EKM-Kurse durch die jeweiligen Lehrenden bzw. Kliniken digitalisiert werden. Die entsprechenden EKM-Veranstaltungen der Lernklinik sind bereits in Arbeit.

Wir setzen uns für eine Digitalisierung der insgesamt drei Sektionen ein. Hierzu ist bereits eine Anfrage an die Pathologie erfolgt.

Hierzu gibt es aktuell noch keine Entscheidung. Wir als StuRaMed werden uns dafür einsetzen, dass die POL-Tutorien im Rahmen von Online-Konferenzen stattfinden können. Da diese aber sehr viele Lehrende für die Umsetzung benötigen, wäre es auch denkbar, dass POL-1 und -3 in diesem Semester nicht zu Stande kommen können.

Die rechtsmedizinische Leichenschau soll theoretisch am Ende des Semesters stattfinden. Unsererseits wird versucht eine Digitalisierung der Veranstaltung zu organisieren. Ein gemeinsamer Lösungsansatz gemeinsam mit der Pathologie ist denkbar.

Informationen zu den jeweiligen Fächern findet ihr auf den entsprechenden Instituts- bzw. Klinikseiten oder im Studierendenportal.

Fragen zum Studienfach Zahnmedizin können wir leider nicht beantworten. Wendet euch hierzu bitte an den zuständigen Fachschaftsrat für Zahnmedizin.

Prüfungen

Prüfungen finden frühestens ab dem 18. Mai statt. Es wird versucht, Online-Formate für die Prüfungen zu erarbeiten. Für kleine Fächer wären mündliche Prüfungen über das Videoportal denkbar. Bei den großen Fächern setzen wir uns für Formate in Form von Hausarbeiten ein. Wir setzen uns dafür ein, dass das Niveau der Prüfungen herabgesetzt wird.

Hierzu gibt es noch keine konkreten Informationen. Der Studiendekan betont jedoch eine große Kulanz bei Sonder- und Härtefällen.

Staatsexamen (M1, M2, M3) & PJ

Voraussichtlich beginnt das PJ dann am 29.04.2020. Regelungen für Studierende, die die M2-Prüfung bereits 2019 geschrieben haben, liegen nicht vor.

Dazu liegen uns aktuell keine Informationen vor.

Dazu gibt es nur wenige Infos in der Änderungsordnung. Eventuell wird an Simulatoren geprüft. Bisher gibt es noch keinen verbindlichen Termin.

Studierende mit Kind

Aktuell gibt es hierzu keine offiziellen Regelungen. Der Studiendekan zeigt sich hierfür prinzipiell offen und betont eine große Kulanz für Härtefälle.

Weitere Fragen

Frau Ilgenstein und Prof. Lordick bestätigen, dass es hierzu eine Lösung geben soll. Aktuell ist es aber noch nicht abschließend geklärt, da prinzipiell wenige Studierende betroffen sind. Prof. Lordick hat seine Kulanz bei Härtefällen betont.

Die Schließung der Bibliothek orientiert sich an offenziellen Regelungen. Daher kann keine Aussage über einen neuen Öffnungstermin gegeben werden. Im Anschluss soll die Bibliothek eventuell zum Ausleihen von Büchern über längerem Zeitraum geöffnet sein. Für diese Zeit gibt es ein vergrößertes Angebot von E-Books über eRef und auf der offiziellen Seite der Bibliothek (in Arbeit).

Informationen zu COVID-19

Visualisierung der Fallzahlen

Die auf verschiedenen Seiten angegebenen Zahlen entstammen teils unterschiedlichen Quellen, manche dieser aktualisieren ihre Daten mit größerer Verzögerung als andere. Darüber hinaus unterscheiden sich die Testbedingungen und die Richtlinien, wer getestet wird.

Mental Health

Wir befinden uns alle in einer Situation, die völlig neu für uns ist. Es ist normal, verunsichert zu sein. Da viele Elemente des sozialen Lebens auf ein Minimum heruntergefahren werden, ist es jetzt besonders wichtig, auf die eigene Gesundheit und die der anderen zu achten.

Deshalb hier ein paar Ressourcen:

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