Gemeinsame Stellungnahme zur Debatte über den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 6/15390) vom 30.01.2019 im Sächsischen Landtag

Stellungnahme zur Landtagsdebatte Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), der Fachschaftsrat Humanmedizin Leipzig und der Fachschaftsrat Medizin und Zahnmedizin Dresden

  1. Regulatorische Maßnahmen dürfen nicht auf Kosten der in Städten tätigen PJ-Studierenden erfolgen, insbesondere was den Lebensunterhalt im Bereich des Existenzminimums anbetrifft.
  2. Es bestehen eine Vielzahl anderer regulatorischer Möglichkeiten, die über eine Aufwandsentschädigung hinausgehen. Qualitativ hochwertige Lehre mittels Mentoring- und Teachingprogrammen, Wertschätzung und Zusatzleistungen wie die Übernahme von Fahrtkosten, Unterbringung und Verpflegung sind Beispiele für realistische Ansätze, PJ-Studierende zur Nutzung von Ausbildungsstätten im ländlichen Raum zu bewegen.
  3. Weitere Aspekte werden in der Grundsatzentscheidung „Zukunft der Primärversorgung – Landärztemangel“ der bvmd besprochen, die wir Ihnen in der Anlage übersenden.
  1. den genannten “Klebeeffekt”,
  2. den genannten Effekt der Mehrnutzung ärztlicher Ausbildungseinrichtungen im ländlichen Raum durch höhere Aufwandsentschädigungen nachzuweisen.

Zusammenfassend wird festgestellt, dass eine politische Diskussion über die Verbesserung der Studien- und Arbeitsbedingungen im Praktischen Jahr der Medizin für richtig und von hoher Bedeutung für die ärztliche Ausbildung und das Gesundheitssystem in Sachsen erachtet wird. Die bvmd, der Fachschaftsrat Humanmedizin Leipzig und der Fachschaftsrat Medizin und Zahnmedizin Dresden freuen sich über weiteren Austausch und Diskurs mit allen Beteiligten.