Häufig gestellte Fragen

Offiziell beginnt das Semester für uns Mediziner, wie im Stundenplan ausgeschrieben, am 21. Oktober 2019.

Alle anderen Studiengänge starten schon eine Woche früher durch. Grund für die freie Woche zwischen Ersti-Tagen und Semesterbeginn bei den Medis ist ein Senatsbeschluss, der sagt, dass unsere Einführungstage parallel zu denen der restlichen Universität stattfinden sollen. Somit kommt ihr in den Genuss der freien Woche, in der ihr noch wichtige Dinge wie Wohnungssuche, etc. erledigen könnt.

Auch die feierliche Immatrikulation wird am Mittwoch dieser Woche, den 16.10.2018, stattfinden.

Die UniCard wird euer persönlicher Ausweis der Universität sein. Sie dient nicht nur als Leseausweis der Unibibliotheken, als Zahlungsmittel in den Mensen des Studentenwerkes und als Fahrausweis im gesamten MDV-Gebiet.

Die UniCard bekommt ihr im Studentenwerk in der Goethestraße 6, Zimmer 404, nahe dem Augustusplatz. Voraussetzung dafür ist aber, dass ihr schon immatrikuliert seid und den Semesterbeitrag überwiesen habt. Macht euch vor allem in der Einführungswoche auf laaaaaange Warteschlangen gefasst, es kann 2 Stunden oder länger dauern. Und dann kann es auch noch vorkommen, dass euch die nette Dame sagt, dass ihr noch nicht immatrikuliert seid bzw. dies noch nicht bearbeitet wurde und ihr dann das Vergnügen habt, Tage später nochmals dort zu stehen.

Aber keine Sorge, sofern ihr alle Unterlagen abgeschickt und den Semesterbeitrag überwiesen habt, kann nichts schiefgehen. Wenn ihr die UniCard dann endlich in den Händen haltet, könnt ihr euch gleich zum nächsten turmartigen Validierer auf den Weg machen, wo man die Karte offiziell mit Daten füttert. Diese Drucker findet ihr wiederum in der Goethestraße 6, gleich im Eingangsbereich.

In der Vorklinik seid ihr innerhalb der Kurse, Seminare und Praktika in Kursgruppen eingeteilt. Dies ermöglicht die bessere Koordination der 300 Studienanfänger. Die Zuordnung zu eurer Kursgruppe erfahrt ihr während der Ersti-Tage. Das Referat Lehre, das für Studienangelegenheiten zuständig ist, ordnet euch entsprechend zu.

Solltet ihr zu den Ersti-Tagen noch keine Kursgruppennummer haben, meldet euch am besten per E-Mail beim Referat Lehre und sucht euch für die Stadtrallye eine Kursgruppe, die noch nicht aus 15 Studierenden besteht.

Alle, die an der Medizinischen Fakultät Leipzig Humanmedizin studieren, bilden die Fachschaft Medizin. Der Fachschaftsrat (FSR) ist wiederum ein Gremium, das euch und eure Wünsche gegenüber der Fakultät vertritt. Wir, der StuRaMed/FSR Humanmedizin, sind 13 gewählte Mitglieder und viele weitere Studierende, die euch bei Fragen und Problemen zur Seite stehen und euch helfen, diese Probleme an die richtige Stelle heranzutragen.

Wir sind in fakultäts- und universitätsrelevanten Gremien wie dem Fakultätsrat, der Studienkommission oder dem Plenum des uniweiten StuRa vertreten.

Ein bis zweimal im Semester wird die kostenlose MediZeitschrift endoskop an die Studierenden verteilt, weiterhin gibt es die Möglichkeit, Kittel und Präparierbestecke günstig über uns zu erwerben. Mehr über den StuRaMed erfahrt ihr an den Einführungstagen oder auf dieser Seite.

Da bei Vorlesungen keine Anwesenheitspflicht besteht, braucht ihr euch im Krankheitsfall keine Sorgen zu machen, den vermittelten Stoff bekommt ihr sicher von euren Kommilitonen.

Anders sieht es bei Seminaren und Praktika aus, dort gilt: nicht mehr als 15 % der Veranstaltungsreihe, bei weniger als 10 Terminen aber nicht mehr als eine Veranstaltung zu verpassen. Ansonsten wird ein Krankenschein benötigt, dies gilt auch beim Versäumnis von Testaten. Näheres dazu dann in der Einführungswoche.

Bücher sind wesentliche Voraussetzung für das Eigenstudium, welches ihr notgedrungenermaßen zu Hause weiterführen müsst. Ihr könnt die Lehmanns Buchhandlung im Zentrum auf der Grimmaischen Straße besuchen, im zweiten Obergeschoss gibt es eine Abteilung für Medizin.

Aber Achtung! Wartet am besten erstmal die Ersti-Tage ab, bevor ihr euch in die Buchhandlungen stürzt. Erstens bekommt ihr dort Buchempfehlungen von Tutoren, Dozenten und während der Erklärbärstunde. Und zweitens lockt Ende Oktober die Bücherbörse im Hof des Studienzentrums, wo ihr gebrauchte Bücher von höheren Semestern preisgünstig kaufen könnt. Auch werdet ihr dort ein Angebot an kostengünstigen Kitteln vom StuRaMed erhalten.

Es lohnt sich auch nicht, unnötig viele Bücher zu kaufen, die ihr dann eh nicht lest. Wartet also die folgenden Wochen ab und schlagt nach den vielen Tipps und Hinweisen, die ihr bekommen werdet, zu!

Im Rahmen der Ersten Ärztlichen Prüfung, auch als “Physikum” bezeichnet, muss unter anderem ein Pflegepraktikum auf einer bettenführenden Station abgeleistet werden. Die Studierenden sollen so einen Einblick in die Arbeit des Pflegepersonals in Krankenhäusern bekommen und selbst mit Hand anlegen können.

Dabei sind 90 Kalendertage Pflicht für ein erfolgreiches Absolvieren des Praktikums. Man kann sich diese auch in verschiedene Bereiche einteilen, wodurch man auch verschiedene Stationen besuchen kann. Grundlage ist aber, dass nicht weniger als 30 Tage am Stück abgeleistet werden, ihr also maximal die Möglichkeit habt, es in 3 verschiedene Abschnitte zu untergliedern. Voraussetzung ist auch eine bettenführende Station, was nicht dazu zählt oder nur teilweise anerkannt wird, erfahrt ihr in der Einführungswoche oder beim Sächsischen Landesprüfungsamt.

Ausbildungen zur Krankenschwester oder Krankenpfleger sowie FSJ oder Zivildienst werden unter den gegebenen Voraussetzungen meist vollumfänglich vom Landesprüfungsamt anerkannt.

Das Krankenpflegepraktikum muss bis zur „Bewerbung“ für die Ableistung des Physikums erfolgen, ihr habt also zwischendrin 3 mal Semesterferien, in denen ihr euer Praktikum machen könnt. Auch ein Pflegepraktikum im Ausland ist möglich, erforderlich ist dabei wiederum eine bettenführende Station, ein Bericht über eure pflegerische Tätigkeit sowie eine entsprechende Übersetzung ins Deutsche und die Bescheinigung, die man meist beim Landesprüfungsamt im Internet erhält.

Direkt nach der langen Vorlesung knurrt der Magen, vor allem im Angesicht des bevorstehenden fünfstündigen Praktikums. Wo also kann man noch schnell einen Bissen zwischen die Zähne bekommen, bevor es weitergeht?

Auf der Brüderstraße gleich bei der Anatomie lockt ein Bäcker mit kleinen Imbissen für den Hunger zwischendurch. Am nahegelegenen Bayerischen Platz kann man den Kaffee unter anderem beim Lukas Bäcker genießen.

Wer eher auf die großangelegte Versorgung von Hundertschaften steht, kann in der MediMensa in der Liebigstraße oder in der Mensa am Peterssteinweg einkehren. Sehr empfehlenswert ist auch die Mensa am Park am Campus Augustusplatz! Was machen, wenn man weit entfernt in der Chemie sitzt? Kein Problem, auch die Fakultät für Chemie und Mineralogie besitzt eine Cafeteria samt kleiner Mensa, wo man zu studentenfreundlichen Preisen speisen kann.

Wer nachmittags kurz vorm Biopraktikum feststellt, dass sein Zuckerspiegel bedenklich in den Keller gerutscht ist, der kann auf der nahegelegenen Prager Straße eine kleine Mahlzeit finden.

Verglichen mit höheren Semestern ergeht es euch im 1. Semester recht gut. Die Zahl der Testate und deren Schwierigkeitsgrad ist recht überschaubar, sodass man mit genügend Elan das erste halbe Jahr gut überstehen kann.

Im ersten Semester erwarten euch Klausuren in Biologie, Physik, Histologie (mikroskopische Anatomie), Terminologie und ein mündliches Testat in Anatomie.

Bedenkt bitte, dass ihr erst euren individuellen Lernstil finden müsst. Das heißt, dass sich die Auffassungsgabe von Student zu Student unterscheidet. Der eine muss nur in der Vorlesung sitzen und zuhören, ein anderer benötigt intensive Nacharbeit zu Hause. Auch wenn ihr mehr Zeit fürs Lernen investieren müsst als eure Freunde, so lasst euch von dieser Tatsache nicht aus der Ruhe bringen, sondern versucht, das Semester so zu meistern, wie es euren Möglichkeiten entspricht!

Hier noch einige Hinweise zu den Fächern:

Die Antestate vor jedem Biopraktikum (aller zwei Wochen, bis abends) werden durch die Vorbereitungszeit unter der Woche mitunter ein wenig mühselig. Aber auch ohne Bio-Leistungskurs ist dies gut zu schaffen.

Bei der Histologie solltet ihr im E-Testat soviel wie möglich Punkte erreichen, da diese dann mit dem E-Testat im 2. Semester zusammengerechnet werden.

Was ein E-Testat überhaupt ist? Ihr sitzt im Hörsaal und bekommt 15 Bilder, die denen aus eurem Mikroskopierkurs gleichen, an die Wand projiziert. Jedes Bild wird eine Minute dort erscheinen, währenddessen ihr eine Frage dazu beantworten müsst. „Welche Struktur ist markiert?“ „Was produziert die mit gelb markierte Zelle?“ Klingt einfacher als es ist, also passt gut beim Mikroskopieren auf!

Auch die Physik möchte euch ein wenig auf den Prüfstand stellen, doch keine Sorge, auch hier passiert euch absolut nichts, wenn ihr einigermaßen gut vorbereitet seid und die Formeln könnt.

Was nun passiert, wenn ihr durch ein Testat fallt? Das Studium ist noch nicht vorbei und die Welt bricht auch nicht zusammen! Ihr habt stets zwei Wiederholungsversuche (also ingesamt dreimal die Möglichkeit, eine Prüfung zu bestehen) mitunter können wir euch helfen, einen weiteren Versuch zu erwirken. Also nicht traurig sein: Durchfallen ist nichts Katastrophales und kann jeden mal erwischen.

Zuerst einmal sei euch gesagt: Keine Panik! Auch wenn ihr die Ersti-Tage verpasst habt, ist das noch kein Beinbruch.

Wir als Fachschaftsrat sind für eure Fragen und Probleme da und geben euch natürlich gern noch einmal einen kleinen Überblick darüber, was euch im ersten Semester in Leipzig erwartet.

Auf der anderen Seite gibt es auch dieses Seite hier, die euch den Einstieg etwas erleichtern soll. Jegliche Vorlesungen aus den Ersti-Tagen werden abgefilmt und stehen euch auf dem Studierendenportal online zur Verfügung.

Die Frage ist natürlich, wann ihr nachgerückt seid. Je nach Nachrückverfahren kann das Mitte Oktober oder auch Anfang Dezember sein. Wichtig in dieser Situation ist, dass ihr Eigeninitiative ergreift. Kommt auf uns zu und sprecht vor allem mit den Leitern der Praktika und Kurse, inwiefern diese es für sinnvoll halten, dass ihr noch einsteigt oder den Kurs nochmal im dritten Semester nachholt.

Wer ganz spät in Leipzig aufschlägt, dem wird angeraten, gleich das erste Semester als Urlaubssemester zu nehmen. Das ist natürlich direkt am Anfang des Studiums ungünstig, aber teilweise nicht anders lösbar, wenn ihr zu viele Praktika, Seminare, etc. verpasst habt und diese auch nicht im 2. Semester, sondern erst im 3. nachholen könnt. Dort warten jedoch Fächer wie Physiologie und Biochemie, die vorhandene Scheine aus Physik, Biologie und Chemie verlangen. Daher wird es ab einem bestimmten, sehr spät gelegenen Zulassungszeitpunkt sinnvoll, sich lieber voll und ganz auf das 2. Semester zu konzentrieren und danach Kurse und Prüfungen des 1. Semesters im 3. Semester nachzuholen.

Fest steht aber: ihr habt euren Studienplatz sicher und verliert diesen nicht. Eine Beratung dazu, wann ihr welche Kurse nachholen könnt und welche Fächer ihr vielleicht schon nebenbei machen könnt, kann euch neben den einzelnen Fachbereichsleitern auch das Referat Lehre geben.